Jaja, so ist das mit den Mächtigen. Als der Hamburger Volksentscheid für die Rekommunalisierung der Energienetze im Sommer 2013 versuchte, für ein KONZERT Werbung in der U-Bahn zu schalten, war das nicht erlaubte politische Werbung und musste gestoppt werden. Für eine politisch hochbrisante Olympia-Werbung gilt das aber offenbar nicht. Die Links-Fraktion der Bürgerschaft hat dazu Fragen an den Hamburger Senat gestellt: Wer ist für die Werbung verantwortlich, was kostet das und wer bezahlt das?
Archiv des Autors: Dirk Seifert
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Olympia SkyLights in Hamburg abschalten

Möglicherweise nicht ganz legal. Lichtwerbung für Olympia u.a. am Rathaus Altona. Foto: Dirk Seifert
Da ist Bewegung drin, was diese Sky-Lights auch an öffentlichen Gebäuden angeht, die uns HamburgerInnen für die Olympia-Bewerbung den richtigen Weg leuchten sollen. Die Linke-Fraktion in Wandsbek hatte das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, weil sie – wie wir finden zurecht – die Neutralitätspflicht der Bezirksämter in dieser Sache verletzt sieht. Inzwischen wird die Geschichte auch von einem Anwalt mit dem Verdacht verfolgt, dass die erforderlichen Genehmigungen für diese umweltbelastende Lichtemission gar nicht eingeholt sein könnten. Darüber werden wir weiter berichten.
Inzwischen liegen uns die Anträge der Linken aus Wandsbek sowie die Presseerklärung als Dokumente vor, die wir hiermit als PDF veröffentlichen. Hier die PM und hier der dazugehörige Antrag.
Ist das erlaubt? Olympische Taxi-Werbe-Offensive in Hamburg
Dürfen die das? Wir bitten JuristInnen um mithilfe bei dieser neuen Aktion: Um den Freundentaumel für Olympia in Hamburg voranzutreiben, gehen nun die Taxis mit Werbeleuchtflächen auf ihren Dächern an den Start. Initiiert von der Marketing-Taxi-AD. Ein aufmerksamer Mensch hat uns dazu auf ein Urteil des Hamburger Oberverwaltungsgerichts vom Sommer 2008 aufmerksam gemacht, in dem ein „Verbot von beleuchteten Dachwerbeträgern auf Taxen ist aus Gründen der Verkehrssicherheit“ als rechtmäßig bestätigt wurde. Weiterlesen
Olympia in die Wüste: Katars Milliardäre wollen mitspielen
Oh, eine harte Probe und Versuchung für das IOC? Das Handelsblatt informiert uns über Begehrlichkeiten aus einem kleinen milliardenschweren Wüstenland, das sich nun auch noch aufmacht, ins feurige olympischen Rennen zu starten: „Das Emirat Katar wird sich für die Ausrichtung Olympische Sommerspiele bewerben, hat aber noch keine Entscheidung über das Jahr getroffen. Das sagte Scheich Saoud bin Abdulrahman Al-Thani, Generalsekretär des nationalen Olympischen Komitees, der Nachrichtenagentur AFP. Man habe noch nicht über eine Bewerbung für Olympia 2024 entschieden, diese werde jedoch bis September dieses Jahres fallen, so der Scheich. Auf alle Fälle werde es in Zukunft eine Bewerbung von Katar geben, „wenn nicht für 2024, dann für 2028 oder 2032″, erklärte der Funktionär.“
Puh, Katar. Und das ausgerechnet jetzt. Das IOC kann sich da ja noch mal bei der FIFA beraten lassen. Katar ist immerhin bislang bei Olympia auch irgendwie benachteiligt worden: Bewerbungen für 2016 und 2022 sind bisher gescheitert. Statt aber nun an das viele Wüsten-Gold zu denken, wird das IOC nun bestimmt im Rausch der vielen Reformen ganz besonders aktiv werden und weitere Maßnahmen ergreifen. A. Temperatur-Limits, b. Frauenrechte und c. irgendwas mit Demokratie und Menschenrechten oder so. Oder nicht?
Olympische Lichterwerbung: Bezirksamt Wandsbek und Altona verletzen Neutralitätspflicht

Olympia-Werbung in Hamburg-Altona. Darf das Bezirksamt das? In Wandsbek fordert die LINKE die Neutralitätspflicht. Foto: Dirk Seifert
Öffentliche Mobilisierung für Olympia – auch an den Bezirksämter in Wandsbek und z.B. Altona. Fünf Laser-Strahler leuchten – angeblich privat finanziert – senkrecht in den Olympia-Farben in den grauen Himmel. In Wandsbek fordern die Linken deshalb laut einem Artikel im Hamburger Abendblatt die „amtliche Neutralität in der Olympiafrage“. Deshalb haben sie einen Antrag für die Bezirksversammlung am Donnerstag eingebracht, der „die einseitige Fürsprache des Bezirksamts für die Olympiabewerbung“ ablehnt und in dem die Verwaltung aufgefordert wird, „in Zukunft eine ausgewogenere Haltung“ einzunehmen. „Mit der Unterstützung des ECE-Lichtspektakels, dessen Skylights die Farben der Ringe in den Himmel strahlen, habe das Bezirksamt seine „Kompetenzen in unverantwortlicher Weise übertreten“.“ Weiterlesen
More than a feeling: Boston ist Olympia-Bewerber für USA – Finanzierung ohne Steuergelder angekündigt

USA mit Boston für Olympia. Besser als die „Hamburger Schule“ ist die Musik dort allemal. Klicken um zu hören!
Die USA gehen mit Boston ins Rennen um die Olympischen Spiele. Da sieht auch das Hamburger Abendblatt „starke Konkurrenz“. Da wird den KollegInnen wohl etwas mulmig, denn die „Olympia-Bewerbung ähnelt der von Hamburg“. Obendrein hat die US-Sport-City so unbedeutende „Capitals“ wie San Francisco und Los Angeles bereits abgehängt. Hamburg hingegen zittert noch wegen Berlin. Nur gut, so orakelt das Abendblatt: „Afrika fällt derzeit als Kontinent aus“. Wenigstens eine gute Nachricht und die Frage, was „derzeit“ genau bedeutet, lasse ich mal. In einem weiteren Abendblatt-Artikel heißt es gar: „Die Hauptstadt des ostamerikanischen Bundesstaates Massachusetts muss als Favorit angesehen werden.“ Und die Killer-Meldung kommt vom DLF: „Olympia 2024: Keine Steuergelder für Boston“. Hallo Handelskammer Hamburg: Jetzt seid ihr dran! Weiterlesen
Jetzt buchen: Olympia Hamburg 202x – Zimmer zu vermieten
Man muss nur wissen, was man draus macht. Ich jedenfalls komme stark in Versuchung, ob ich den geradezu genialen Vorschlägen von „Spiele in Hamburg“ nicht folgen sollte: „Zimmer vermieten – jeder kann von Olympia profitieren„. Weiterlesen
Olympia Hamburg? Sieben Milliarden Euro für den Umzug im Hafen
Frage: „Es ist aus den damit befassten Dienststellen zu hören, dass die Verlagerung der Flächen zwischen fünf und sieben Milliarden Euro kosten wird.“ Antwort: „Das ist nicht unrealistisch. Hinzu kommen gegebenenfalls die Kosten für die Erschließung neuer Hafenflächen. Eine weitere Herausforderung stellt die Baustellenlogistik dar.“ Weiterlesen
Olympia in Hamburg? Konkurrenz und andere Ärgernisse
Das wird immer enger, mit Hamburg und Olympischen Spielen. Fast schon kleinlaut vermeldet das Abendblatt „Hamburg müsste sich bei Olympia gegen US-Stadt behaupten“ und notiert: „Die Vereinigten Staaten schicken einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024. IOC-Präsident Thomas Bach sieht in den Amerikanern sehr starke Bewerber.“ Ach Elend, zumal da auch Städte wie San Francisco und Los Angeles auftauchen. Irgendwie auch nicht so gut: Italien will sich mit Rom bewerben und vermutlich kommt Frankreich auch noch mit Paris um die Ecke. Weiterlesen