Traditionsverein St. Pauli diskutiert NOLYMPIA – Designierter Präsident nimmt Stellung

St-Pauli-Antrag-NOLYMPIA-Hamburg

Bild klicken, zum vergrößern.

thumb_11__widgetLiveDer FC St. Pauli hat die Olympia-Debatte auf dem Tisch. Auf seiner Mitgliederversammlung am 16. November wird er sich mit einem Antrag befassen müssen, in dem gefordert wird, dass der Traditionsverein sich gegen eine Olympia-Bewerbung von Hamburg aussprechen soll. Gegenüber Hamburg1 hat sich Oke Göttlich, designierter Pauli-Präsident bereits zu dem Antrag geäußert (siehe unten). Im Antrag heißt es: „Die Mitgliederversammlung möge beschließen, dass sich der FC St Pauli bzw. die geschäftsführenden Organe des Vereins öffentlichkeitswirksam gegen eine Bewerbung der Stadt Hamburg um die Ausrichtung von Olympischen Sommerspielen aussprechen.“

Wir haben leider nur diese schlechte (Bild)Qualität des Antrags erhalten, hier als PDF.

Über die Facebook-Gruppe von (N)Olympia-Hamburg haben wir den folgenden Hinweis auf eine Reaktion von Oke Göttlich, designierter FC St Pauli Präsident, zu diesem Antrag bekommen. Gegenüber Hamburg1 soll er gesagt haben:

„Beim FC St. Pauli ist es ja immer so, wir setzen uns erstmal intern zusammen, besprechen ein paar Dinge, und besprechen dann auch sinnvollerweise, was der richtige Weg für den FC St.Pauli ist. Und dafür ist natürlich auch das höchste Gremium dieses Vereins, das sind die Mitglieder und demenstprechend die Jahreshauptversammlung auch der richtige Ort, um solche Themen zu diskutieren. Wir denken, dass der FC St.Pauli mit Sicherheit auch mal schauen muss, in welchem Rahmen sind Olympische Spiele sinnvoll, in welchem sind sie nicht sinnvoll und wie positioniert sich der FC St. Pauli in einer sinnvollen oder nicht sinnvollen Art dabei. (…)

Also ich persönlich bin Sportler, ich bin Sportstudent und diplomierter Sportwissenschaftler, hab mein ganzes Leben Sport betrieben und ich darf glaub ich ehrlich sagen, dass mir Olympische Spiele früher besser gefallen haben, als sie mir jetzt aktuell gerade in den verschiedenen Ländern gefallen, die jetzt die Ausrichter sind, wo vor allen Dingen auch wieder das finanzielle Interesse eine große Rolle spielt. Und da ich aber im Herzen Sportler bin, würde ich mich total freuen, in der Stadt auch meinen Kindern in schönen Sportstätten auch etwas Olympia zeigen zu dürfen, sofern sie nachhaltig und ökologisch sinnvoll ins Stadtbild vereinbar passen können.“

(N)Olympia Hamburg 2024: Keine Spiele – Kein Volksentscheid

SONY DSCSagen wir es mal so: Ein großer Schritt in die richtige Richtung! Der Deutsche Olympische Sport Bund verabschiedet sich offenbar von der Absicht, sich für die Austragung der Spiele 2024 bewerben zu wollen. „Keine Spiele in Hamburg? Sportbund erwägt Verzicht auf deutsche Olympia-Bewerbung“ schreibt das Abendblatt. Dabei stützt sich das Blatt auch auf den Hamburger Sportbund. Weiterlesen

IOC: Cocktails mit dem König und 7.000 Seiten Empfehlungen…

SouvenirsPostkartenDie Peinlichkeiten, auf die man rund um die Bewerbungsbemühungen von Hamburg für die Austragung von Olympischen Spielen aufmerksam wird, nehmen kein Ende. Linda Luft demonstriert das in einem Beitrag beim NDR in Magazin Panorama3 auf anschauliche Weise. Hier ist der Link zum Video in der Mediathek. Anlass: Die Absage von Oslo als Bewerberstadt für Winterspiele 2022 und ein niedlicher kleiner Anforderungskatalog des IOC, niedergeschrieben auf knappe 7.000 Seiten. Süß auch, was die so wollten: Cocktails trinken z.B. mit dem König. Schade, das aber wird ja nix mehr, weil Oslo völlig abgenervt vom IOC das Handtuch geschmissen hat.

Und ob das IOC Lust hat, mit einen schnöden Bürgermeister Sekt zu schlürfen? Da muss die deutsche Abteiligung vom IOC noch mal schauen, ob die die Füsse in der richtigen Reihenfolge überhaupt voreinander bekommen. Siehe: (N)Olympia Hamburg und DOSB: Planungschaos wächst und könnte sinnlos Millionen kosten. Es ist alles nicht so einfach: Olympia Hamburg 2024 ist tot – wir reden drüber

DOSB: Planungschaos wächst und könnte sinnlos Millionen kosten

DOSB mit Störbild

DOSB mit Störbild

Na, das dürfte jetzt aber einige Hamburger Olympia-Strategen ganz ordentlich nerven. Erst gibt es Euphorie-Dämpfer der Marke Extra-Deluxe, weil 2024 die Fußball-Europameisterschaft mit großer Sicherheit nach Deutschland kommt und damit den Olympischen Ambitionen im gleichen Jahr eine herben Schlag versetzt. Nun eiert auch noch der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) rum, was seine Entscheidung für eine Olympia-Bewerbung angeht.  Auch was die geplanten Bürgerentscheide in Berlin und Hamburg angeht, würde der DOSB irgendwie gern anders…. Sollte da etwa was aus dem Ruder laufen? Weiterlesen

„Sportgroßevents, Sicherheitspolitik und Widerstand“

Brot und Spiele_CoverIm Rahmen einer laufenden Reihe „Brot und Spiele – Sportgroßevents als Katalysator für Aufwertungsvisionen“ fand im Centro Social jüngst die Diskussionsveranstaltung „Sportgroßevents, Sicherheitspolitik und Widerstand“.  Sybille Bauriedl hat dazu einen Beitrag geschrieben, den wir hier dokumentieren: Weiterlesen

Olympia Hamburg 2024 ist tot – wir reden drüber

Vorstellung-Bewerbung-HH-Olympia-01092014-dirkseifert223

Sollten wir einen Wettbewerb starten? Olympisch natürlich. Fragen an den Bürgermeister: Herr Scholz, Olmypia und Hamburg 2024 haben sich erledigt. Und nun? Eure Antworten bitte mehr Mail…

Die Olympia-Bewerbung 2024 für Hamburg / Deutschland / Berlin ist tot – dafür gibt es eine Fußball-Europameisterschaft. Es wäre gemein, würde jetzt irgendwer sagen: Das wird ein überaus interessanter Volksentscheid im April oder Mai nächsten Jahres über Olympische Spiele 2024 in Hamburg, die garantiert nicht stattfinden werden. Das ist eine herbe (weitere) Niederlage für die olympischen Ambitionen nicht zuletzt der Handelskammer Hamburg oder dem Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB). In der SPD könnte auch einige die Auffassung erfinden: Wie saudoof war es, auf diese Handelskammer zu hören? Aber natürlich mag das niemand laut sagen. Besser jetzt Schweigen und irgendwas von 2028 zu nuscheln. Auch die Entscheidung von Oslo (Tagesspiegel), sich aus der Bewerbung für Olympische Winterspiele 2022 als letztes demokratisches Land zu verabschieden und damit China oder Kasachstan die Austragung zu überlassen, dürfte die Stimmung eher verhagelt haben. Da ist es ganz sinnvoll, mal über den weiteren Unsinn einer Partnerschaft von IOC-Olympia und Hamburg zu diskutieren. Und das auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft von Selbstständigen in der SPD und der SPD-Eimsbüttel. Hier folgt die Einladung mit dem Fragenkatalog… Weiterlesen

(N)Olympia – Der Die Das – Hamburg nicht groß genug – Mehrheit will Berlin

Tatort-Tote2

Tatort: Game over – Olympische Spiele 2024 in Deutschland sind tot. Foto (Dreharbeiten!): Dirk Seifert

Da versprechen nun alle, dass Olympische Spiele in Hamburg sich von der Gigantomanie verabschieden und was fällt dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann dazu ein? Hamburg habe mit seiner Bewerbung zu klein geplant, berichtet so nebenbei das  Hamburger Abendblatt. Und was ist die Folge? Genau: „Hamburg bessert sein Konzept für Olympische Spiele nach“. Na, das fängt ja gut an.

Dabei ist aber im Grunde bereits schon wieder einiges zu Ende: Nachdem die Fußball-Europameisterschaft 2024 nun wohl nach Deutschland vergeben wird, ist Olympia 2024 sowohl für Hamburg als auch Berlin gestrichen. Na, dann eben 2028? Da erinnern wir gern an einen Artikel aus der Süddeutschen, der auch an dieses Datum nicht glauben mag. Weiterlesen

WDR – Sportinside – Feuer und Flamme

roteAmpelRobert Kempe berichtet in einem Beitrag für Sportinside beim WDR über den Stand, die Probleme und die Kritik an einer deutschen Olympia-Bewerbung. In der Mediathek ist der TV-Beitrag online.Der Bericht zeigt das Desaster der letzten deutschen Bewerbungen, die Absage durch die Volksentscheide in Bayern für die Bewerbung um Winterspiele in München. Eine Geschichte des Scheiterns. Robert Kempe berichtet auch beim Deutschlandfunk über Olympia und die Kritik. Weiterlesen

(N)Olympia Hamburg – Senat antwortet auf unsere 13 Fragen

Vorstellung-Bewerbung-HH-Olympia-01092014-dirkseifert225

Hamburger Gruppenbild mit Olympia. Foto: Dirk Seifert

Wir haben gefragt – jetzt hat Senator Neumann in Abstimmung mit dem Hamburger Sportbund (HSB) und dem Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) geantwortet. Diese Antworten sind gleich hier unten nachzulesen (fett) oder hier als PDF zum download. Wir stellen die Antworten des Senats hiermit zur Verfügung und freuen uns auf eure Kommentare. Weiterlesen

(N)Olympia Hamburg: 13 kritische Fragen – die Reaktionen „so far“

Vorstellung-Bewerbung-HH-Olympia-01092014-dirkseifert225

Sie wollen Olympia in Hamburg: Hamburger Senat, die Handelskammer-Spitze und die Führung des Hamburger Sportbundes. Was die Basis dazu wohl meint? Foto: Dirk Seifert

Sogar in Bergedorf bei der SPD wird über uns gesprochen. Das ist natürlich gut. Auch sonst sind wir mit unseren 13 kritischen Fragen zu einer (N)Olympia-Bewerbung an den Hamburger Senat und den DOSB bemerkt worden. Unser Obersportler und Innensenator Neumann (SPD) hat unsere Fragen am Montag auf der Vorstellung der Hamburger Bewerbung erwähnt und wir können davon ausgehen, dass wir eine Antwort bekommen. Durchaus bemerkenswert, denn normalerweise antwortet der Senat ja auf „offene Briefe“ nicht. Schweigsam blieb bislang der DOSB. Mal schauen. Ein kleiner Medienüberblick…

Nicht vergessen: Unterstützt die 13 kritischen Fragen von uns mit deiner Unterschrift – siehe rechts in der Spalte! Weiterlesen